Der Händedruck zur Begrüßung war warm und freundlich, so dass Cornelia ein wenig Mut und Selbstsicherheit wiederfand. Die Ärztin befragte sie noch kurz, ob sie irgendwelche bekannten Allergien hätte, was aber nicht der Fall war. Dann bat die Doktorin sie, sich freizumachen und auf die Liege zu legen.
Kurze Zeit später schaute die Helferin herein und bat sie, in den Raum am Ende des Flures zu kommen. Sie ging mit etwas wackeligen Knien in den Raum und sah die Ärztin das erste Mal. Sie war eine Frau im mittleren Alter und schaute freundlich drein.
Dann wurde sie gebeten, noch 5 Minuten im Wartezimmer Platz zu nehmen. Sie betrat den leeren Raum, wo die üblichen Heftchen ausgelegt waren, wovon sie aber keines mehr in die Hand nahm. Ihre Hände zitterten immer noch und sie wollte sich nicht selber noch verrückter machen als es so schon der Fall war.
Sie betrat die Praxis durch eine schöne Holztür und roch sofort den typischen Geruch von sterilisierenden Mitteln und Medikamenten. Ihre Jacke hängte sie auf den Ständer und ging dann zum Tresen, wo eine junge Arzthelferin saß und sie nach ihrem Namen und der Krankenkassenkarte fragte.
Sie kaute auf ihrer Lippe herum, was sie immer machte, wenn sie sehr aufgeregt war. Einige Male überlegte sie, ob sie nicht einfach umdrehen und heim fahren sollte. Doch schließlich stand sie mit dem Auto vor der Praxis und wusste, wenn sie sich jetzt nicht trauen würde, dann würde sie es nie wagen.
Leider musste sie zu der Praxis einmal quer durch die Stadt fahren und musste vielleicht auch noch ein wenig suchen, bis sie den Arzt finden würde. Auf der Fahrt durch die Stadt bekam sie ein wenig kalte Hände und merkte, dass ihr Puls etwas schneller ging.
Dennoch schien sich heute jede Stunde hinzuziehen, als würden sie nicht enden wollen! Erst um kurz nach 15 Uhr konnte sie ihre Mappe endgültig schließen und verließ eilig das Gebäude. Ihr Termin war um 16 Uhr und sie wollte pünktlich sein.
Ihre Unterhaltung vor drei Wochen über unterschiedliche Formen von Körperschmuck waren ganz eindeutig nicht spurlos an Cornelia vorübergezogen. Es war der jungen Frau völlig unmöglich, länger als fünf Minuten am Stück dem Redner von der Fortbildung im Stoff zu folgen, aber sie saß recht weit hinten, weshalb das nicht weiter auffiel.
An der Arbeit war es dann auch kein Stück besser und selbst ihre Freundin Karin fragte sie, ob alles in Ordnung sei. Cornelia nickte nur und lächelte in sich hinein, denn indirekt war es Karin gewesen, die sie zu dem heutigen Tage geführt hatte.
Anschließend wurden die Hosen heruntergelassen und auf Toms Kommando mussten alle reihum Fick. Beim Abspritzen kam es darauf an, mindestens mit einem Schuss den Keks zu treffen. Denn derjenige, der den Keks nicht traf, musste zur Strafe am Schluss den Keks mit allen Treffen verspeisen. Normalerweise hatte der Neuaufgenommene das zweifelhafte Vergnügen, denn Tom suchte normalerweise Leute aus, die den Keks sicher mit einer vollen Ladung trafen.
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