Wild warf ich mich schon nach wenigen Stössen entgegen. Schade, es was alles viel zu schnell vorbei. Auch in seinen Augen las ich etwas von Enttäuschung. Mir war, als wollte er sich mit einem ganz besonders stürmischen Kuss entschuldigen. Literarisch war ich immerhin gut vorgebildet. Als ich das Dilemma in seinem Schoss sah, nahm ich meine Orchidee, rutschte vom Tisch und versuchte den Schlappschwanz mündlich wieder aufzupäppeln. Es machte mich wahnsinnig an, dass er noch mein Aroma trug.

Kein Mensch kann uns hier sehen, und ich habe so grosse Sehnsucht nach dir. Warum lässt du mich so lange schmachten? Hab ich dir nicht schon genug Avancen gemacht. Wo denn, flüsterte er unsicher. Draussen ist es saukalt. Zu dir kann ich nicht mit, und bei mir geht es auch nicht. Ganz dicht rutschte ich an ihn heran und hauchte an seinem Ohr: Oder bist du etwa zu feige? Mit meiner anderen Hand holte ich seine auf meine Schenkel. Am liebsten hätte ich sie gleich unter den Rock geführt.

Wahnsinnig zog es in meinem Leib. Oben seine Lippen und unten an den Schenkeln seinen steifen Schwanz, das war zu viel auf einmal. Ich merkte gar nicht, wie meine Hand zwischen meine Schenkel fuhr. Er bekam es mit, schob sie sanft zur Seite und seinen Kopf dafür in meinen Schoss. Mit seiner streichelnden und stossenden Zungenspitze schoss er die Festung völlig sturmreif. So wunderschön es war, ich sehnte mich nur noch danach, dass er endlich richtig in mich eindrang. Als es so weit war, gurgelte ich nur noch glücklich.

Zum Glück wagte er sich dahin selbst. Schon nach Sekunden glaubte ich einen anderen Mann an meiner Seite zu haben. Als sich seine Hand unter meinen Slip geschlichen hatte, wurde er plötzlich sehr lebendig. Sicher hatte ihn die feuchte Hitze aufgepeitscht. Ganz recht war es mir nicht, wie er einen Finger sofort in meine Scheide bohrte. Da kannte ich zärtlichere Vorspiele. Trotzdem knurrte ich während unseres innigen Kusses zufrieden, und ich legte wie zur Zustimmung meine Hand auf seinen Arm.

Erstaunlich, er war fast neunzehn wie ich. Wer weiss, vielleicht hatte er sich sein erste Mal romantischer vorgestellt. Es fehlte uns einfach die Gelegenheit dazu. Ich wollte aber das Eisen schmieden, so lange es heiss war. Meinen Appetit, den ich in der Disko nicht stillen konnte, befriedigte ich nun hinter meiner Haustür. Die Temperatur im Treppenhaus war immerhin erträglicher als draussen. Hier störte es mich nicht, wie heftig sein Körper reagierte. Nur seine Stimmbänder musste er im Zaum halten.
